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Leitbild

Gesund leben und arbeiten in reicher Natur

Leitbild des Kreistages und der Kreisverwaltung zur Entwicklung des Landkreises Lüchow-Dannenberg & Entwicklungsziele des Landkreises Lüchow-Dannenberg

 

Selbstverständnis

Das nachfolgende Leitbild und die sich daraus ergebenden Ziele und Maßnahmen wurden durch Mitglieder des Kreistages und die Fachdienstleiter/-innen sowie die Verwaltungsleitung der Kreisverwaltung auf einer gemeinsamen Klausurtagung am 1./2.09.2017 auf Schloss Basthorst in Crivitz erarbeitet. Das Leitbild stellt das gemeinsame Selbstverständnis auf der Grundlage einer konstruktiven, vertrauensvollen Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung dar. Es charakterisiert die künftigen Leitlinien einer gemeinsamen Zusammenarbeit und wird gleichermaßen von Politik und Verwaltung getragen. Verwaltung und Politik werden sich künftig an dem gemeinsamen Leitbild messen lassen und im Rahmen der engen Haushaltsmöglichkeiten des Landkreises Lüchow-Dannenberg eine Umsetzung der Ziele und Maßnahmen aus dem Leitbildprozess positiv begleiten. Dies gilt gleichermaßen für die Kommunikation nach innen wie nach außen.

Präambel

Höchstes Ziel des Landkreises Lüchow-Dannenbger ist der Erhalt seiner Selbstständigkeit und seiner Selbstbestimmung im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung, dazu unerlässlich ist ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt, das wir jederzeit nach Kräften unterstützen. Der Landkreis steht wie kaum ein anderer in der Gemeinschaft der Metropolregion Hamburg für gesunde Wohn- und Lebensverhältnisse in einer der schönsten und reichhaltigsten Natur- und Kulturlandschaften Deutschlands.

Dies vorausgeschickt erklären wir uns zu folgendem Leitbild und den daraus angeleiteten Leitzielen:

 

Wir

sehen den Menschen im Mittelpunkt unseres Handelns und stehen hinter unseren Familien.

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Der beschrittene Weg der familien- und seniorenfreundlichen Region ist konsequent fortzusetzen. Hierzu gehören die Schaffung bedarfsgerechter Krippen- und Kindergartenplätze sowie Angebote von "Tagesmüttern".
Ein Investitionsschwerpunkt gehört weiterhin dem Schulsystem mit seinen Sportstätten.
Das Kreismarketing richtet sich besonders auf die Ansiedlung junger Familien durch attraktive Freizeit-, Schul- und Bildungsmöglichkeiten sowie großzügigen und bezahlbaren Wohnraum für alle Altersklassen aus. Die begonnenen Schritten der Bildungs- und Gesundheitsregion sind ebenso wie die Idee der Willkommensagentur Wendland konsequent durchzusetzen.

 

Wir

lieben die Vielfalt und Schönheit unserer Natur und unserer Kulturlandschaft und erhalten und bewahren sie mit ihren Werten. Dabei schätzen wir unsere familiengeführte Landwirtschaft und fördern sie in ihren Strukturen. Ressourcenschutz, Klimaschutz, Tierschutz, Biodiversität und Landschaftspflege spielen dabei eine hervorgehobene Rolle. Wir erklären uns zu unserer historisch einmaligen Baukultur und unterstützen die Bewerbung zum Welterbe.

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Das Biosphärenreservat Niedersächische Elbtalaue wird in seinen Bemühungen und Maßnahmen unterstützt. Die Unterschutzstellungsverfahren "Natura 2000" werden konsequent durchgeführt und die Managementpläne dafür zügig entwickelt. Die Umsetzung der Maßnahmen aus den Managementplänen wird mit der dort lebenden und wirtschaftenden Bevölkerung gemeinsam vorangebracht. Der Gedanke der "Arche-Region" ist weiterzutragen. Vorhandene landwirtschaftliche Strukturen werden im Zuge der regionalen Raumordnungsplanung gesichert und bauordnungsbehördlich unterstützt. Die Bewerbung der Rundlings-Landschaft zum Welterbe sowie die Dorferneuerung werden konsequent unterstützt.

 

Wir

stehen mit ganzer Kraft hinter unserer heimischen Wirtschaft und unterstützen sie bei der Erarbeitung, Sicherung und dem nachhaltigen Ausbau unseres "Bruttoinlandsproduktes" und setzen uns ein für weitere Infrastrukturen zur Verbesserung der Erreichbarkeit und Lebensqualität unserer Region. 

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Maßnahmen zur Standortwerbung und Fachkräftesicherung sind unerlässlich. Bei jeglichen Maßnahmen sind die Interessen der Wirtschaft zu berücksichtigen und in alle Entscheidungsprozsse einzubinden. Zwei-Eins-Spuren auf unseren Bundes- und Landesstraßen sind konsequent weiter zu verfolgen, ebenso eine gute Anbindung an die A 39, A 14 und B 190 N. Landesbuslinien zur Anbindung an die überregionalen Bahnhöfe sollten das ÖPNV-System erweitern. Die Ertüchtigung der Bahnlinie Lüneburg-Dannenberg auf durchgängiges Tempo 80 ist zu fördern. Der Ausbau des Elberadweges auf niedersächsischer Seite  und des Radwegenetzes ist zu priorisieren.
Der flächendeckende Breitbandausbau mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s ist alternativlos.

 

Wir

sind nach wie vor mehrheitlich der Überzeugung, dass Gorleben nicht der geeignete Standort für eine nukleare Entsorgung ist und richten uns mehrheitlich gegen atomarre Planung in unserem Landkreis.

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Der Endlager-Such-Prozess des Bundes ist kritisch zu begleiten und die bundesweite Suche und Erkundung nach objektiven Kriterien sowie die höchste Sicherheit für die Zwischenlager in Gorleben weiter zu fordern. Wir treten für die Einführung eines nationalen Begleitgremiums für die Zwischenlagerung unter Beteiligung der Standortgemeinden ein.

 

Wir

sehen in den Klimaschutzzielen eine der größten Herausforderungen der Menschheit und werden nach Kräften das Unsere dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen.

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Die Umsetzung des Klimaschutz-Masterplanes und schrittweise Entwicklung des Landkreises als Modellregion für Suffizienz fließt in unsere täglichen  Arbeits-, Entscheidungs- und Abwägungsprozesse unter Berücksichtigung des Artenschutzes ein.

 

Entstanden auf Schloss Basthorst im September 2017

 

Das Leitbild steht hier auch zum Herunterladen als Pdf-Dokument (DIN A3-Format) zur Verfügung.

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