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Eingliederungshilfe

In unserer Gesellschaft leben Menschen mit und ohne Behinderung. Behinderung, das bedeutet, in körperlichen Funktionen, geistigen Fähigkeiten oder seelischer Gesundheit eingeschränkt und daher in der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt zu sein.

Behinderungen können vielfältige Ursachen haben: sei es von Geburt an, durch Kriegsfolgen, Krankheit oder Unfall.
Menschen, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind, oder bei denen eine solche Behinderung droht, haben ein Recht auf Hilfe. So bestimmt es das Sozialgesetzbuch; und zwar auf die Hilfe, die notwendig ist, um die Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung und deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft einzugliedern.

Hierzu gehört es insbesondere, den Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufes oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie soweit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen.
Die Hilfe für Menschen mit Behinderung muss so gut und so umfassend wie möglich sein und dem individuellen Hilfebedarf des Einzelnen Rechnung tragen. Dabei können beim Vorliegen der Voraussetzungen auch zustehende Sachleistungen als Geldleistung in Form eines persönlichen Budgets zusammengefasst und ausgezahlt werden.

Anspruchsberechtigt sind Personen, bei denen eine wesentliche geistige, körperliche oder seelische Behinderung vorliegt oder droht und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft dadurch beeinträchtigt ist. Für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung ist der Jugendhilfeträger zuständig.

Welche Leistungen enthält die Eingliederungshilfe und in welchem Umfang werden diese gewährt?

Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung teilt sich auf in

  • stationäre
  • teilstationäre
  • ambulante Hilfen.

Unter die stationären Hilfen fallen:

  • Unterbringung in betreuten Wohnmöglichkeiten, wie in einer Wohngemeinschaft oder Wohneinrichtung für geistig, körperlich, seelisch oder chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängige Menschen
  • Internatsunterbringung von Schülern, die geistig oder körperlich behindert sind und in speziell auf ihre Behinderung zugeschnittenen Schulen ihrer Schulpflicht nachkommen. Hierunter fallen z.B. Sprach-, Blinden-, Gehörlosen- oder Körperbehindertenschulen.

Unter die teilstationären Hilfen fallen:

  • Betreuung von Kindern in Sprachheilkindergärten (DRK Sprachheilkindergarten in Dannenberg-Prisser)
  • Betreuung von Kindern in Integrationskripppen oder -gruppen von Regelkindergärten (I-Gruppen gibt es in Lüchow, Dannenberg, Hitzacker, Clenze, Gartow, Bergen und Wustrow, Träger sind das Kirchenkreisamt Dannenberg und das DRK Dannenberg sowie die LEBEN lernen gGmbH, Uelzen)
  • Betreuung von schulpflichtigen Kindern in Tagesbildungstätten statt in einer Förderschule für geistige Entwicklung
  • Hilfen in Werkstätten für geistig und seelisch behinderte Menschen. Die LEBENsraum Uelzen gGmbH betreibt in Dannenberg eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung mit über 140 Werkstattplätzen und eine Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung mit zur Zeit 47 Plätzen
  • Betreuung in psychiatrischen Tagesstätten (in Dannenberg durch “Die Brücke” und in Lüchow durch GRIPS).

Unter die ambulanten Hilfen fallen:

  • Frühförderung für Babys und Kleinkinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr. Es bestehen Frühförderstellen in Salzwedel und Bergen, an die die Eltern sich wenden können.
  • Mobilitätshilfen; hierunter fallen Hilfen in Geldeswert, die es den Menschen mit Behinderung ermöglichen, am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.
  • Ambulante Betreuung für Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung, die in einer eigenen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft leben und denen dies ohne die Hilfe nicht möglich wäre.
  • Wohnungshilfen für Wohnungsumbauten, wenn der Höchstbetrag der Pflegekasse von bis zu 4.000,00 EUR für behindertengerechte Wohnungsumbauten nicht ausreicht.
  • Kostenübernahme von sog. größeren orthopädischen Hilfsmitteln wie z.B. Treppenlifte
  • Pkw-Beihilfen; unter bestimmten Voraussetzungen können Menschen mit Behinderung einen Anspruch auf die Versorgung mit einem Pkw haben.
  • Integrationshelfer an Schulen für Schüler/innen, die ohne zusätzliche Hilfe wegen ihrer Behinderung sonst nicht am Unterricht teilnehmen könnten.

Wie kann ich die Leistungen in Anspruch nehmen?

Erforderlich ist zuerst ein Antrag. Das Antragsformular gibt es im Lüchower Kreishaus. Mit dem Antrag ist es seit Einführung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erforderlich, dass einmalig eine Transparenzerklärung zur Datenerhebung eingeholt wird. Den Antrag und die Transparenzerklärung können Sie hier herunterladen:

Antrag auf Gewährung von Sozialhilfe

Antrag auf Eingliederungshilfe für Kinder

Tranzparenzerklärung

Dem Antrag sind beizufügen:

  • Kontoauszüge und Einkommensnachweise der letzten drei Monate
  • Sparbücher, andere Geldanlagen und Vermögenswerte (z.B. Eigenheim)
  • Nachweise über Kosten der Unterkunft
  • ärztliche Berichte

Im Einzelfall kann auf die Vorlage bestimmter Unterlagen verzichtet werden oder die Vorlage anderer Nachweise erforderlich sein. Die Ansprechpartnerinnen und -partner helfen hier gerne weiter.

Leistungen werden grundsätzlich ab dem Monat der Antragsstellung gewährt.
Gesetzliche Grundlage: §§ 53, 54 Sozialgesetzbuch (SGB) XII i.V.m. § 55 SGB IX

Internetlink: www.soziales.niedersachsen.de/portal/live

Ansprechpartner/in

Hilfen für Kinder und Jugendliche (ambulant, teilstationär, stationär), Hilfsmittelversorgung

Landkreis Lüchow-Dannenberg, Kreishaus, Zimmer B 111,
Königsberger Straße 10
29439 Lüchow (Wendland)
Telefon: 05841 120-223
Telefax: 05841 120-550
E-Mail: eingl.hilfe
@luechow-dannenberg.de

Ambulante und teilstationäre Hilfen (Betreutes Wohnen, Tagesstätten, Werkstätten)

Landkreis Lüchow-Dannenberg, Kreishaus, Zimmer B 113,
Königsberger Straße 10
29439 Lüchow (Wendland)
Telefon: 05841 120-219/205
Telefax: 05841 120-550
E-Mail: eingl.hilfe
@luechow-dannenberg.de

Stationäre Hilfen für Erwachsene

Landkreis Lüchow-Dannenberg, Kreishaus, Zimmer B 115,
Königsberger Straße 10
29439 Lüchow (Wendland)
Telefon: 05841 120-210
Telefax: 05841 120-550
E-Mail: eingl.hilfe
@luechow-dannenberg.de

Sozialarbeit

Landkreis Lüchow-Dannenberg, Kreishaus, Zimmer B 112,
Königsberger Straße 10
29439 Lüchow (Wendland)
Telefon: 05841 120-216
Telefax: 05841 120-550
E-Mail: eingl.hilfe
@luechow-dannenberg.de

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