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Vögel zur Winterrast im Landkreis

Lüchow. Vielerorts können sie momentan beobachtet werden: zahlreiche nordische Vögel, die sich zum Überwintern im Landkreis Lüchow-Dannenberg niedergelassen haben. Was das Herz des Vogelfreundes höher schlagen lässt, führt bei vielen Landwirten zu Verärgerung. Denn die Kraniche, Gänse und Schwäne bedienen sich zur Nahrungsaufnahme an gerade aufgelaufenen Kulturen. Um die Vögel zu vertreiben, wurden in der Vergangenheit in der Dannenberger und der Gartower Marsch und sogar im Biosphärenreservat vermehrt gasbetriebene Schussanlagen eingesetzt. Diese Anlagen verursachen ohrenbetäubenden Lärm, der dazu führt, dass die Vögel aufgeschreckt werden. Aber nicht nur Vögel werden durch den Lärm gestört, sondern auch viele andere Tierarten und die Menschen in den angrenzenden Dörfern und Städten. Daher hat der Landkreis Lüchow-Dannenberg bereits im Jahr 2010 aus Gründen des Lärm- und Naturschutzes den Betrieb solcher Anlagen untersagt. Dieses Verbot gilt unbefristet. Ausnahmen können nur zugelassen werden, wenn die Immissionsrichtwerte eingehalten werden und auch Gründe des Naturschutzes dem nicht entgegenstehen. Anträge für Ausnahmen können beim Landkreis Lüchow-Dannenberg, Königsberger Str. 10, 29439 Lüchow (Wendland) gestellt werden. Um Konflikte bei Fraßschäden nordischer Vögel auf Ackerflächen zu vermeiden, bietet das Land Niedersachsen seit 2007 eine Vertragsnaturschutzvariante im Bereich der Elbtalaue an: das Programm "Rast- und Nahrungsflächen für nordische Gastvögel auf Äckern". Diese Vertragsvariante wurde bereits auf 4900 ha Ackerflächen mit einer jährlichen Förderung von 1,2 Mio € abgeschlossen. Aufgrund der speziellen Förderung ist das „Erfordernis", die Rastvögel zu vertreiben, völlig entfallen. Mitarbeiter der Fachdienste Bauordnung und Naturschutz sowie die Biosphärenreservatsverwaltung Hitzacker für den Vetrtragsnaturschutz helfen Ihnen bei Fragen rund um das Thema gerne weiter.

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