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Kulturelle Stadtpartie 2013: Papierschöpfarbeiten, Malerei und Skulpturen im Kreishaus Lüchow

Auf den Grund gesetzt - Skulptur von Johann E. P. StraußLüchow. 41 Künstlerinnen und Künstler zeigen zur diesjährigen "Kulturellen Stadtpartie" in Lüchow vom 26. September bis Ende Oktober 2013 ihre Arbeiten: in Läden, in Banken, in Verwaltungen.

Einer der Ausstellungsorte ist das Kreishaus Lüchow. Hier stellen bis zum 25. Oktober 2013 vier Künstler über mehrere Etagen des Verwaltungsgebäudes aus. Johann E. P. Strauß zeigt unter dem Titel "Berechnung und Schicksal" Skulpturen und Lyrik, Irene Strauß zeigt Papierschöpfarbeiten, Doris Schwarz Malerei und Hanínga Thiel Malerei und Objekte.

Eine kleine Midissage mit Musik und kleiner lyrischer Lesung findet am Freitag, den 18. Oktober um 18 Uhr statt.

Eine Arbeit der Lomitzer Malerin Doris SchwarzIrene Strauß arbeitet vorrangig als Papierschöpferin. "Mein Arbeitsmaterial ist zerkleinertes Altpapier, dem ich Farbpigmente und Pflanzenfasern und -teile zugebe", erklärt Irene Strauß. In diese "Pulpe" legt sie ergänzend unterschiedlichste Materialien ein, so dass "geschöpfte Bilder" entschieden. Durch Zerreißen und Neu-Zusammenfügen geschöpfter Bilder entstehen auch Collagen. Irene Strauß verwendet für ihre Arbeiten zudem Drucktechniken, bevorzugt Pflanzendruck. "Meine Anregungen nehme ich aus der Natur, greife aber auch Lyrik verschiedener Autoren auf oder binde selbstverfasste Haikus in meine Arbeiten ein." Die Schriftzüge werden dabei zum gestalterischen Element eines Bildes.

In den Bildern von Doris Schwarz, die künstlerisch gleichermaßen in der Musik wie der Malerei zuhause ist, begegnen sich Farbe und Klang - und das nicht nur, indem sie musizierende Menschen abbildert, sondern auch in Landschaften und Stilleben. "In Komposition und transparenter Farbgestaltung finden sich Rhythmus und Klang wieder und erzeugen eine subtile Farbigkeit mit Lichteffekten", sagt sie selbst über ihre Arbeiten. Die gebürtige Berlinerin war lange als Musiklehrerin tätig, begann dann jedoch ergänzend ein Studium der Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Professor Bruno Merbitz und Carl Timner. Seit 1983 waren ihre Bilder in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.

Traumwald - Papierschöpfarbeit von Irene StraußBevor Johann E. P. Strauß ganz zur Bildhauerei kam, standen Philosophie, Pädagogik und Mathematik im Zentrum seines beruflichen Lebens. "Die Erfahrungen, die ich als Lehrer, Lehrerausbilder und Schulbuchautor gesammelt habe, fließen jedoch ohne Bruch in mein künstlerisches und sprachgestalterisches Schaffen ein", schildert Johann Strauß, der in der Ausstellung im Kreishaus neben 12 Holzskulpturen auch jeweils darauf bezogene lyrische Texte zeigen wird. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten steht der Mensch mit all seinen Widersprüchen, Nöten und Sehnsüchten und er fragt: "In welchen Lebenslagen können und sollten wir rechnen, gestützt auf Zahlen und Fakten? Und wo hat jegliche Berechnung ihre Grenzen oder führt gar in die Irre?" Seine Skulpturen sollen Antworten geben auf diese Fragen. Das Holz für seine Arbeiten stammt im übrigen aus heimischen Gärten und Wäldern. Besonders verwendet er Stämme mit charakteristischen Besonderheiten.

Kunst? Oder kann das weg? - Die Objekte von Hanínga Thiel stellen unsere Definition von Abfall infrage.Hanínga Thiel interessiert die Frage, wie Gegenstände und der tägliche Umgang mit ihnen unser Leben bestimmen. Und umgekehrt: wie unser tägliches Handeln die Bedeutung und Gestaltung von Dingen beeinflusst. Muss angesichts ungeheurer Mengen von Müll beispielsweise der Begriff “Abfall” neu definiert werden? Hierzu zeigt sie mehrere Objekte, für die sie alte Lkw-Planen zu Kunst verarbeitet hat. Außerdem sind unter anderem Bilder aus der Serie “AHOI” zu sehen.

Die Ausstellung der Reihe "KuK - Kunst & Kultur im Kreishaus" ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zu sehen. Für Gruppen öffnet das Kreishaus darüber hinaus gerne nach Vereinbarung.

 

 

 

 

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